Diagnostik des Meniskusschadens

Die Ursache der Kniebeschwerden kann durch eine gründliche orthopädische Untersuchung festgestellt werden. Der behandelnde Orthopäde wird verschiedene Fragen bezüglich der medizinischen Vorgeschichte stellen und das Kniegelenk mit Hilfe spezieller Tests untersuchen.

Untersuchungen bei einer Meniskusverletzung

Zur Bestätigung der Diagnose einer Meniskusverletzung und zum Ausschluss anderer Erkrankungen des Kniegelenkes sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Bei der Untersuchung des Kniegelenkes durch den behandelnden Orthopäden werden eine Reihe von Bewegungstests durchgeführt, durch die man einen Meniskusschaden am ehesten erkennen kann. Die Meniskusdiagnostik basiert im Wesentlichen auf der Provokation der vom Patienten geklagten Symptomatik. Hierbei wird der Meniskus unter Druck gesetzt, wie beispielsweise bei der Drehung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel bei gebeugtem Kniegelenk. Folgende Tests werden u.a. geprüft:

Druckschmerz im Gelenkspalt

Ein Druckschmerz am inneren Gelenkspalt deutet auf eine Innenmeniskusverletzung hin, entsprechend kann eine Schmerzhaftigkeit am äußeren Gelenkspalt ein Zeichen für einen Schaden am Außenmeniskus sein.

Überbeugung des Kniegelenkes:

Bei maximaler Beugung geraten die Hinterhörner der Menisken unter Druck, was zur Schmerzprovokation führt. Bei Meniskusrissen kann das Ausmaß der Beugung deutlich reduziert sein.

Steinmann I-Zeichen

Die forcierte Außendrehung des Unterschenkels bei gebeugtem Kniegelenk führt zu Schmerzen als Hinweis auf eine Innenmeniskusverletzung. Führt die Innendrehung des Unterschenkels zu Schmerzen, besteht der Verdacht auf eine Schädigung des Außenmeniskus.

Steinmann II-Zeichen

Da sich der Meniskus bei zunehmender Beugung des Kniegelenkes auf der Gelenkfläche nach hinten verschiebt, wandert auch ein entsprechender Schmerz bei einer Meniskusverletzung nach hinten.

Meniskusriss im MRTSehr häufig wird bei dem Verdacht eines Meniskusschadens bei der körperlichen Untersuchung eine Kernspintomographie durchgeführt. Mit Hilfe dieser Untersuchung können Veränderungen am Bandapparat und an den Menisken sichtbar gemacht werden. Auf den traditionellen Röntgenaufnahmen kommen nur die knöchernen Anteile des Kniegelenkes zur Darstellung. Diese lassen nur bedingt Rückschlüsse auf eine Meniskusschädigung zu.

Lässt sich in der bildgebenden Diagnostik keine eindeutige Schädigung an den Menisken nachweisen und bestehen dennoch bei den Patienten eindeutig zu behandelnde Symptome, so sollte eine Gelenkspiegelung durchgeführt werden.