Im Blickpunkt: Der Meniskusschaden  
     
  Knackpunkt Knie – neue Möglichkeiten in der Meniskuschirurgie  
     
 

Etwa 10 000 mal am Tag beugen und strecken wir unser Knie. Joggen, Treppensteigen, schwungvoll ein Tor schießen – im täglichen Leben werden große Anforderungen an unserer Kniegelenk gestellt.

Hauptakteure der Druckverteilung im Knie sind die Menisken, zwei halbmondförmige „Stoßdämpfer“, die sich an der Innen- und Außenfläche des Kniegelenkes befinden. Beinahe jeder Zehnte erleidet im Laufe seines Leben einen Meniskusschaden. Ein Unfall beim Skifahren oder Ballsport, ein Sturz mit Verdrehung des Kniegelenkes und schon ist es passiert: Der rund fünf Zentimeter lange und fünf Millimeter dünne Meniskus bekommt einen Riss. Die Folge sind stechende Schmerzen im Kniegelenk und eine schmerzhafte Streckhemmung, da Teile des abgerissenen Meniskus im Gelenkspalt einklemmen können.

Wo lange Zeit nur eine radikale Operation half, gibt es heute schonende Alternativen.Dr. med. Volker Laute: „Ein Großteil der Operationen am Meniskus wird heute über eine Gelenkspiegelung durchgeführt. Über einen kleinen Hautschnitt wird ein Endoskop in das Kniegelenk eingeführt und die Verletzung kann genau betrachtet werden. Mit Hilfe kleinster Spezialinstrumente ist es möglich, Meniskusanteile zu entfernen oder zu refixieren. Ziel ist die Erhaltung des unverletzten Meniskusgewebes.“

Innovative Techniken wie die Einbringung von Minipfeilen zur Fixation noch vitalen Meniskusgewebes stellen eine Weiterentwicklung der sogenannten Schlüssellochoperation dar. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Durch den schonenderen Eingriff verkürzt sich der Heilungsverlauf und die Belastbarkeit im Alltag ist schneller wieder gegeben. Im Rahmen der Operation wird heute nur soviel Meniskusgewebe entfernt wie unbedingt notwendig ist.

Denn: „Den Menisken kommt neben ihrer Funktion als Biostoßdämpfer im Kniegelenk eine besondere Aufgabe zu – sie haben eine Schutzfunktion für den Gelenkknorpel. Eine Meniskusschädigung birgt das Risiko, dass sich frühzeitig eine Arthrose ausbildet“, ergänzt Dr. med. Volker Laute. Weiterentwickelte Operationstechniken tragen dazu bei, dass der „Knackpunkt Knie“ nicht zur Schwachstelle im Körper wird.